MAS: Fünfzig Wege EP und Kriegsbeil EP

Kleine Vorwarnung: wer einen normalen Artikel erwartet, wird enttäuscht. Doch es wäre mir ein inneres Blumen pflücken, wenn ihr diesen Artikel lesen würdet. Danke!

Gute Freunde können sich schon denken, worum es in diesem Artikel geht. Der Rest darf sich überraschen lassen.

Alles begann vor zirka zwei Jahren. Der kleine Sebastian (ich bin 1,87cm groß) sitzt vor seiner Xbox 360 und spielt am Release-Tag das damals supergeniale Fifa 14 (heutzutage furchtbar…). Das besondere an den Fifa-Spielen ist, dass die Soundtracks bunt durchgemischt sind. Meist auch ein deutschsprachiges Lieder dabei. In diesem Falle handelte es sich um das Lied „Am Ende“ von OK KID. Das ebenbesagte Lied befasst sich weitestgehend mit dem Zitat von Oscar Wilde „Am Ende wird alles gut. Wenn es nicht gut ist, ist es nicht das Ende“. Das Lied gehört, direkt gefallen daran gefunden und hörte es mir auf YouTube an. Geniales Lied! Nach einigen Wochen, während ich das Lied hin und wieder auf YouTube anhörte, fiel mir bei den Vorschlägen ein Lied auf. „Am Ende“ von MAS. Dachte mir dabei nichts besonderes und hörte mir das Lied an.

Mein erster Kontakt mit der Band MAS.
Das lustige an der Sache ist, dass ein werter Herr Griffey (Casper) in der selben Wochen das Album „Hinterland“ veröffentlicht hat. Hört euch mal „Ariel“ bis zum Ende an. Ebenfalls dieses wunderschöne, doch sehr zutreffende Zitat! Nicht die einzige Gemeinsamkeit, doch hierzu später mehr!
Weiter zu dem eigentlichen Hauptthema: MAS

Fünfzig Wege EP
Wie sich später herausstellte gab es noch mehr Lieder, gar eine ganze EP (Fünfzig Wege) – kostenlos! Jeder gute Schwabe muss jetzt SOFORT zugreifen! (Leider kann man die EP momentan nicht herunterladen. Auf YouTube könnt ihr euch nahezu alle Lieder anhören – EMPFEHLUNG!)
Sweater: https://www.youtube.com/watch?v=6a8tm7N3c3w
Atlantis: https://www.youtube.com/watch?v=5aBqv1kpY8o Uplugged (Popbüro Sessions): https://www.youtube.com/watch?v=HwCr0NkK_5s
Wer Du Bist Unplugged (Popbürosessions): https://www.youtube.com/watch?v=5PFH5EXnuEw
Interessant ist, dass die Texte der Lieder selbst verfasst sind, die Melodien von bekannten Lieder abstammen. Beispielsweise ist das Titellied „Fünfzig Wege“ ein Sample von „Fix You“, der Band Coldplay, oder „Sweater“ auf die Melodie von „Sweater Weather“. Doch auch beim erstellen komplett eigener Lieder haben MAS kein Problem, was sich in der darauffolgenden EP zeigt.
Mein Lieblingslied auf der ersten EP ist „Atlantis“. Das Video zu dem Lied ist oben verlinkt. Vielleicht lehne ich mich mit meiner nächsten Aussage ein wenig aus dem Fenster: ich bin der Ansicht, dass die Kombination aus ruhigen Stellen, gerade der Anfang, bis hin zum Refrain, der nur so vor Energie strotzt ist perfekt gelungen. Textlich gesehen auch ein kleines Meisterwerk. Jedem, dem ich das Lied gezeigt habe, hat aus dem Lied andere Schlüsse herausgezogen. Aus dem Stand heraus fällt mir noch Bon Ivers „Skinny Love“ ein, das einen ähnlichen Effekt auslöst. https://www.youtube.com/watch?v=ssdgFoHLwnk
Das beste an dem Song ist, dass hierzu eine kleine Kollektion erschienen ist. Ich hatte das Glück, mir ein T-Shirt abzusahnen „Unterwasser sind wir wunderschön“.
Textlich gesehen muss sich die Band nicht hinter Größen im Genre verstecken, wie Prinz PI, Casper oder OK KID verstecken. Musikalisch ebenso wenig. MAS machen keinen Gangsterrap im Sinne von Haftbefehl, sondern eher in die Richtung der oben genannten Rapper. Am meisten erinnert mich die erste EP an OK KID. Rap, gepaart mit Gitarren und trotzdem sind noch Synthesizer dabei. Ich lehne mich aus dem Fenster und sagen, dass alle Leute, die Künstler wie Casper, Prinz PI, OK KID und MoTrip („Hipsterrap“ höre ich auf den billigen Rängen – bei diesem Begriff könnte ich kotzen!) gerne hören, einen großen Gefallen an MAS finden werden.
Kleiner Tipp am Rande: es empfiehlt sich, „Atlantis“ bei gutem Wetter zu hören, am besten fahrt ihr währenddessen Auto, die Fenster offen und die Anlage schön aufgedreht. Dann macht das Lied ein noch größeren Spaß!

Kriegsbeil EP
Am 25. Juni war es dann soweit: MAS haben ihren ersten physischen Release gefeiert. Leider konnte ich aus zeitlichen Gründen nicht bei der Releaseparty anwesend sein, doch gekauft habe ich mir die EP, mit dem Namen „Kriegsbeil“, direkt. Angehört und war hochmehr begeistert von der Band. Wenige Künstler schaffen es, auf einem Album ein stringent roten Faden durchzuziehen. Mir fällt das aus dem Stand ein „Kompass Ohne Norden“ von Prinz PI ein, oder „Nevermind“ von Nirvana ein. Vielleicht ein wenig hochgegriffen, wenn man bedenkt, dass Kurt Cobain einer der besten Texter des vergangen Jahrhunderts war, doch auch hier lassen sich parallelen erkennen. Man kann sich „Kriegsbeil“ anhören und kein Lied tanzt aus der Reihe. Kein Lied befasst sich mit einer anderen Thematik und das beste an der Sache: die Lieder bauen indirekt aufeinander auf! Boah, voll wie bei Breaking Bad und so…naja fast. Doch man kann das Album anhören und am Ende, wenn das letzte Lied langsam dem Ende entgegen geht, merkt man, dass es vorbei ist. Kein „kommt da noch was“, oder „war’s das schon?“. Bei jedem erneuten Durchhören konnte ich sagen, das Album ist fertig und alles wurde dazu gesagt. Um nochmal auf den Vergleich zu Prinz PI oder Nirvana zu kommen. Hört euch ebenfalls die beiden oben genannten Alben an und ihr werdet ein ähnliches Gefühl empfinden.
Was mir besonders gut an dem Album gefällt, ist das musikalische Eingängigkeit. Mischung aus Synthesizer und den gängigen Instrumenten wie einer E-Gitarre, Bass und einem Schlagzeug.
Wer ein bisschen Zeit hat, kann sich auch ein Interview mit der Band anhören. Sehr interessant und es werden direkt zwei neue Lieder unplugged gespielt:

Ich könnte noch eine ganze Menge über die Band schreiben. Man merkt, ich bin ein kleiner Fanboy, aber das ist mir in diesem Falle völlig egal, eben eine Herzensangelegenheit!

Falls ihr Lust auf die Band bekommen habt, hier ein paar Links:
Website: http://masofficial.com/
Facebook: https://www.facebook.com/ichbinmas?fref=ts

Ihr könnt euch Kriegsbeil bestellen, im Shop auf der Website, oder auf iTunes. Die Jungs haben es wirklich verdient, natürlich dürft ihr auch auf der Facebook-Seite ein „gefällt mir“ hinterlassen und die Band euren Freunden, euren Eltern und allen Menschen, die ihr kennt, zeigen!

Ich hoffe, ich konnte euch die Band MAS ein wenig schmackhaft machen und ihr findet an ihnen einen ebenso großen Gefallen, wie ich. Bis zum nächsten Mal!

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