Traurig aber wahr.

Was soll das eigentlich? Alles wegwerfen, nur weil nicht immer alles so funktioniert, wie man es will? Ganz ehrlich, wie dumm kann man eigentlich sein?

So und nicht anders handeln momentan viel zu viele „Deutsche“ (eigentlich muss man sich Schämen, solche Menschen als „Deutsche“ zu bezeichnen, aber Menschen wäre ebenso unwürdig!).

Wir leben hier in Deutschland und können froh sein, dass wir nahezu keine Probleme haben. Doch sobald mal alles im Lot ist, müssen sich Menschen Probleme machen.  Alle Probleme, die Menschen hier in Deutschland haben, sind nicht aufgrund des Staates, sondern aufgrund von Eigenverschulden. Wer keinen Job bekommt, der schiebt es auf die ach so bösen Flüchtlinge, die ihm „seine“ Arbeit „wegnehmen“.

Wenn ich  Facebook Seiten sehe, die für ein „reines“ Deutschland werben, geliked werden von einem D. Durstinowka (Name geändert), dann kann ich nur den Kopf schütteln. Das schlimme daran, es ist leider kein Einzelfall! Immer mehr Menschen sind der Ansicht, dass der „Flüchtling“ schuld an allem ist (sollten da nicht langsam mal die Alarm-Glocken klingeln?). Ich verstehe das nicht, wie es mehr und mehr selbst formierte Bürgerwehre geben kann, die durch Städte zieht um die „eigenen“ Bürger zu schützen. Das klingt alles so perfide, nur das Schlimme ist, es ist leider wahr. Wie oft ich Überschriften von einem großen deutschen Schandblatt lese, mich am liebsten selbst ohrfeigen würde, nur um aus diesem Albtraum zu erwachen. Das ist einfach nur traurig.

Gehen wir doch Mal einige Jahre in der Geschichte zurück. Mai 1945. Deutschland liegt in Trümmern. Deutschland ist besetzt. Was passiert? Aus eigener Kraft und mit der Hilfe andere Länder, schafft es Deutschland sich weltweit zu etablieren. Auf wirtschaftlicher Ebene alle Mal und auf sozialer Ebene wird es immer und immer besser. Alles gipfelte 2006 in dem vielleicht wichtigsten Ereignis für Deutschland seit dem Fall der Mauer. Die Fußball-Weltmeisterschaft im eigenen Land. Alle Welt lobte Deutschland, auf alles was erreicht wurde und was man sich aufbaute. Man hatte wieder ein internationales Standing. Man war wieder wer in der Weltpolitik. Man konnte in stolz sein, aus Deutschland zu kommen, trotz dieser grauenvollen Vergangenheit. Doch das hat sich in den letzten drei Jahren ziemlich verändert.

Ich habe bei dem, was gerade abgeht, ein sehr passendes Bild vor Augen. Ein Kind, das  unter schweren Bedingungen aufwächst. Vater und Mutter alkoholsüchtig und trotzdem schafft es die Person mit viel Hängen und Würgen, eine Abschluss an der Uni zu erreichen. Doch zu Beginn des neuen Lebens kommt alles anders. Die Person beginnt Drogen zu nehmen und endet so, wie die Eltern. Genau das wird auch mit Deutschland passieren. Alles begann mit ein paar Braunen im Osten und es schwappte wie eine Welle durch komplett Deutschland. Flüchtlinge die bestimmte Läden nicht mehr aufsuchen dürfen (Alarm Glocken?), Flüchtlinge die zusammengeschlagen werden (Alarm-Glocken), oder immer lauter werdende Stimme Anti-Asyl in der Politik (ALARM-GLOCKEN!? GOTTVERDAMMT!!! MACHT DOCH EINFACH MAL DIE AUGEN AUF!).

Das alles nur, weil von inzwischen vielleicht einer Millionen Flüchtlinge einige Übergriffe passiert sind? Natürlich ist das schlimm und ich will die Taten auch nicht klein reden, doch dafür dann einen Hass gegen ganze Völker zu entwickeln ist so ziemlich das lächerlichste, erbärmlichste auf der Welt, direkt nach DEINEM Penis. Ich will schon gar nicht mehr irgendeine Zeitung lesen, Nachrichten im TV sehen oder irgendwas darüber hören, was alles für und gegen Flüchtlinge spricht. Ich bin es einfach leid, dass es zu einer solchen Debatte kommen musste. Ich finde, dass es keinem weh tut, etwas zu machen. Und wenn es nur das Akzeptieren ist, dass Menschen aus einem Land bei uns wohnen, weil dort Krieg herrscht, dann ist das so. Punkt. Aus. Ende.

 

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