„Zukunft?“ „Nein danke.“

In vier Jahren habe ich meinen Bachelor, nochmal zwei Jahre später meinen Master. Und dann?
Nach dem Abi…erstmal chillen, die Welt erkunden. Bisschen was davon, bisschen was hiervon und dann Mal schauen.

Menschen, die ihr Leben komplett durchplanen waren mir in gewisser Hinsicht schon immer suspekt. Ich mein‘, ist es nicht schön, manchmal nicht zu wissen, was als nächstes kommt?
Ich selbst habe nun das erste Mal seit fünf Jahren Dingen früher gelöst, als eigentlich und es ist ein komisches Gefühl. Nicht schlecht, doch schlichtweg ungewohnt.
Nach dem Abi bis zum letzten Moment gechillt und trotzdem hat alles so geklappt, wie nicht geplant. Nach dem BFD – gechillt bis zum letzten Tag und trotzdem hat alles so geklappt.
Vielleicht bin ich ja einer dieser Menschen, die den Druck brauchen? Doch Zukunftsangst ist echt nicht cool. Irgendwie trotzdem interessant. Man reflektiert viel mehr. Überlegt sich Dinge, die man sich davor kaum vorstellen konnte und dann. Was kommt dann? Das ist meistens die Frage. Ich habe es irgendwie immer gepackt. Glück? Vielleicht. Geplant? Auf keinen Fall.
Ich kenne selbst viele Leute, die damals in der Zwölften voll die Pläne hatten und jetzt doch was komplett anderes gemacht haben. Bringt einem der Plan für’s Leben etwas? Ich würde sagen nein. Wir als Junge Generation sollten auch neue Dinge ausprobieren und ich bin der Ansicht, dass dies nicht möglich ist, wenn man als seine Pläne schon längst in der Tasche hat. Und am besten schon genau überlegt hat, wie die Rente aussehen wird.

Doch natürlich hat alles, außer Alkohol seine Grenzen. Ein ganz ganz groben Plan im Leben zu haben kann von Vorteil sein. Ist vielleicht sogar nötig, wenn man irgendwas im Leben erreichen will!

Mir kam der Gedanke zu diesem Artikel der letzt, als ich mir alte Bilder vor und nach dem Abi angeschaut habe. Gleichzeitig kam zu dieser Zeit ein Album heraus, welches die Zeit einfach perfekt beschreibt. „Kompass Ohne Norden“ von Prinz PI. Es beschreibt einfach die Zeit nach dem Abi perfekt und nun ja, ihr da draußen, die vielleicht kurz vor dem Abschluss steht oder mit der Schule fast fertig seid, hört euch das Album an. Jeder, der nur ein bisschen Spaß an Rap hat, wird sicherlich daran gefallen finden. Es beschreibt die Zeit schlichtweg perfekt.

Go the fuck to vote!

In Anlehnung an das tolle, pädagogische wertvolle Kinderbuch „Go The Fuck To Sleep“ ein kleiner Text mit dem Titel „GO THE FUCK TO VOTE!“.

„Wie?“ „Wo?“ „Was?“. Genau diese Gedanken schwirren den meisten Leuten durch den Kopf, wenn es um das Thema wählen geht. Schade.
„Wie wählen? Ich bin schon überfordert, wenn ich bei der goldenen Möwe nach Ketchup oder Mayonnaise gefragt werde und antworte mit <<mir egal>>!“.

Das Recht zu wählen ist eines der wichtigsten Rechte, die wir Menschen haben. In vielen Ländern kämpfen Menschen darum, sich politisch zu partizipieren – ohne Erfolg. Hier in Deutschland: „wählen…fuck, da muss ich ja aufstehen, mir eigene Gedanken machen.“. Wow. Einfach nur wow. Solche Menschen sind für mich Abfall. Biomüll um es genauer zu nennen. Was ist den bitteschön das Problem am Wählen? Ach, genau. Sich seine EIGENE Meinung zu bilden. Super schwere Sache. Dinge reflektiert betrachten; einen Perspektivwechsel durchnehmen; kritische Gegenargumente zulassen. Alles schwere Dinge, die der Otto-Normal-Bürger leider nicht mehr schafft. Lieber geht man gar nicht wählen, weil es wie oben erwähnt zu viel Denkarbeit (RAUS!) ist, oder weil man „falsch“ wählen könnte. Solange man (s)ein Kreuzchen setzen kann, ist alles gut. „Nein Ronnie, kein Hakenkreuz bei der AFD, NPD oder der Rechten machen!“.

„Es ändert sich doch sowieso nichts!“ Bei diesem Satz passieren in mir komische Dinge. Es kommt Hass und Zerstörung in mir auf, blankes Unverständnis, Hass, Hass und ähm…Wut und einfach nur Hass. Solche Menschen dürfen dann bitte in genau diese Länder gehen, in denen gerade Krieg herrscht und sie durch ihre Nichtwahl Parteien unterstützen, die dafür plädieren, Flüchtlinge abzuschieben (*hust* AFD *hust* Hurensöhne). Leute, die nicht wählen sind für mich teilweise keine ernst zunehmende Menschen. Leider kommt das inzwischen sehr oft in meiner Generation vor 18-25. Ich nenne es einfach salopp die Generation „ist mir egal“. „Wieso sich über irgendwas Gedanken machen? Mami und Papi regeln das schon.“. „Wieso Entscheidungen treffen, viel zu anstrengend. Spiele lieber an mir selbst.“. „Das ist mir alles zu komplex, Politik interessiert mich nicht.“. Es ist UNSERER Zukunft um dir es hier geht. DEINE, MEINE, unsere Zukunft. Hast du Bock, jeden Morgen aufzustehen, und einen „AFD Gruß“ zu machen? Ich hoffe nicht, ansonsten…DA ist der Ausgang. Komm bitte nie mehr. NIE mehr.

Alles, was ich mit diesem leicht emotionalen Text sagen möchte, ist dass es wichtig ist, zu wählen. Super wichtig. Durch jeden Nichtwähler werden die Stimmen von extremen Parteien, wie die NPD, AFD und der Rechten im Prozentsatz mehr. Wenn ihr überhaupt nicht wisst, was ihr wählen sollt, wählt ungültig. Hauptsache ihr bewegt eure vier Buchstaben in Richtung eines Wahlbüros und teilt eure Meinung mit. Mehr will ich nicht.

In diesem Sinne, einen schönen Sonntag,

GO THE FUCK TO VOTE.

RLP, BW.