Deutschland, deine Menschen.

Das Dröhnen des Ventilators, das Knistern eines Sprudelglases, die Geräusche der Leute, die im naheliegenden Park den Tag den warmen Sommerabend genießen. Hier und da hört man ein Auto die Spielstraße entlang fahren, Kinder sprechen, hin und wieder das Gebelle eines Hundes.

Es zischt, es knarzt, die Flasche ist offen ein dumpfes Geräusch, „ahhh“ macht er, lehnt sich zurück, nimmt die Fernbedienung in die Hand und schaltet den Fernseher ein. Auf dem Sofa sitzt seine Frau und schreibt mit der Tochter.

„Hier ist das Erste Deutsche Fernsehen mit der Tagesschau…“,
Fernseher aus. Keine Pointe.

Heile Welt überall? Wetter gut, bald Ferien – alles gut? So und nicht anders denken wir doch. Wir sind es leid, uns über Weltpolitische Dinge zu echauffieren, doch das Wetter ist unser größtes Problem. In was für einer Welt leben wir denn Bitteschön?
Wir beschweren uns darüber, dass es im Sommer schon wieder drei aufeinanderfolgende Regentage gab und man seine neuen Oberteile, die man sich EXTRA für den Sommer gekauft hat, nicht tragen kann. Die Probleme des kleinen und großen Menschen in den letzten Jahren. Was sind den die wahren Probleme?
Fällt euch was auf? Nein, dann einfach oben das „x“ anklicken und sich weiter über das Wetter aufregen. Hoffentlich gibt es ein paar Leute, bei denen es nur im Ansatz „klick“ gemacht hat – ich hoffe inständig!

Sich über eine Sache aufregen, die man nicht beeinflussen kann, wie das Wetter, doch die richtigen Missstände komplett ausblenden.
Wir leben in einem Land, dass vor knapp 85 Jahren eine der größten Katastrophen der Menschheit ausgelöst hat und nun, nach nicht einmal mehr hundert Jahren wächst eine neue Generation heran, nein diese Generation gibt es schon, sondern ein Gedankengut wächst heran, was ähnliche Meinung unterstützt, ähnlich handelt und wie viele von uns juckt es einfach null, was in Restdeutschland passiert. Bekanntlich ist man sich selbst ja am nächsten, oder ?
Ich will damit nicht sagen, dass man wunderwiewas verändern muss, doch einfach sein eigenes Handeln, sein Tun und vielleicht auch seine Einstellung über das Leben überdenkt.

Haben wir Lust, in einer Welt zu leben, die von Hass kontrolliert wird? Ach, da war ja was, leben wir ja schon. Fuuuuu… ich meine, wenn es gefühlt wöchentlich neue Rechte Gewalt in Deutschland gibt, die an Minderheiten ausgeübt wird, dann weiß ich auch nicht mehr. Das schlimmste an der ganzen Sache ist, dass es immer mehr Menschen gibt, die sich solchen Bewegungen anschließen, doch im gleichen Moment nutzt man genau diese Minderheit, um etwas zu bekommen.

Folgendes Beispiel aus meinem Bekanntenkreis:

Julius (Name verändert) 17 beschäftigt sich wenig bis gar nicht mit Politik, doch sein Vater, ein hart arbeitender Mann, der sich hobbymäßig über Asylanten, Araber und andere Minderheiten aufregt – warum: weil er sie nicht mag. Für diese Meinung gibt es leider eine Partei, die AFD (Alte Fotzen Dumpfbacke! / Alternative für Deutschland). Super gefährlich, weil nun ja, sehr polarisierend. Dort gibt es nicht, wie bei anderen Parteien verschiedene Abstufungen von Entscheidungen, also weder schwarz noch weiß, sondern richtige, markante Aussagen. „Dönerfresser raus!“ Herzlichen Glückwunsch, ihr dürft auch alle euer doch so geliebtes Land verlassen. Schuss ins Knie.

Was ich damit sagen möchte: wenn man etwas ändern kann, dann sollte man diese Chance nutzen und regt sich nicht weiter über Dinge auf, die man sowieso nicht verändern kann. Politik schon, Meinungen ebenfalls.

 

In diesem Sinne, bis zum nächsten Mal. Cheers.

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